Stadt und Kulturfest Bergisch Gladbach 2014

Auch wenn es im Vorfeld einiges an Kritik gab, das Fest läuft und sogar ziemlich gut. Irgendwie war es auch nicht anders zu erwarten und mal ehrlich „Warum soll es keinen verkaufsoffenen Sonntag zu einem Kulturfest geben?“ Ist es doch dieser, der am morgigen Sonntag noch viele Besucher von ausserhalb nach Bergisch Gladbach und auf den Konrad Adenauer Platz bringen wird, schließlich geht es bei dem Fest nicht nur um Kultur, es darf auch ruhig etwas Geld in die Stadt fließen. Das Angebot ist sehr vielfältig und so zeigt man dort u.a.Kultur in Form von Ortsvereinen, Kunstschaffenden und Modellbauern. Es ist für jeden etwas dabei und die Kinder können Papierschöpfen (Alte Dombach) und Griffel herstellen. Lutz Urbach hatte sich selbst in den Rollstuhl gesetzt um ein paar Körbe beim Rolli – Basketball zu werfen. Vielleicht lässt ihn dies die Politik für Behinderte etwas mehr mit anderen Augen sehen. Nicht so wie heute in Kürten, dort wurde auf einem Flohmarkt mittels Pylonen ein Bürgersteig für Autos untauglich gemacht, was im Grunde in Ordnung ist, denn diese parken dort ansonsten immer. Was es jedoch verwerflich machte ist die Tatsache das dieser nun auch für einen Blinden und eine alte Dame mit Rollator untauglich wurde und es wohl zu einem Wortwechsel zwischen Bürgern und Ordnern kam, dabei soll ein Ordner gesagt haben: „Warum muss der Blinde auch ausgerechnet am Flohmarkttag durch den Ort gehen!“ Ein Fall für Willi Heider? Wolen wir also hoffen das Herr Urbachs Augen und Ohren offen werden/bleiben für die Sorgen seiner behinderten Mitmenschen in Bergisch Gladbach und notwendigen Handlungsbedarf erkennt. Das Spiel der Rollifahrer soll ihm jedenfalls Freude bereitet haben. Steckte doch gerade hinter dem Rolli Basketballspiel auch eine politische Botschaft an die Welt.

Doch kommen wir zurück zum Stadt und Kulturfest und seinen anderen Mitwirkenden. Gerade eine Gruppe zeichnet sich durch vermehrte Präsenz in der Bergisch Gladbacher Kulturszene aus. Es sind die ARTler, eine Künstlergruppe rund um Kuratorin Carolina Alonso, die auch selbst dort ausstellt.
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(Foto:ARTler/Alosnso)

Sie heben das Kunstniveau des Kultur und Stadtfestes um einiges. Auch Renate Berghaus (nicht zu verwechseln mit der fiktiven Oma Renate Bergmann 😉 ) die mit ihrem Stand vor dem alten Pastorat in der Fußgängerzone steht, zeigt ihre wunderschönen gemalten Tierporträts. Für die Zukunft würde man sich vielleicht noch ein wenig mehr Kunstschaffende wünschen, denn solche Sätze wie: „Mogelpackung für einen verkaufsoffenen Sonntag zu legitimieren!“ hat das Fest nicht verdient. Gerade Bergisch Gladbach tut viel für Kunst und Kultur, nicht nur in der Villa Zander oder beim Galerie Café Tamara Türner-Konrad, die ihrerseits den Künstlern einen Raum bietet um sich und ihr Können zu präsentieren.

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