Noch mehr Emails für Stube 69

 

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Email an Stube 69

 

Liebe Kompanie,

 

ich möchte mich herzlich bedanken für den knallenden und explosiven Neujahrsempfang, der mir heute Nacht punkt 00:00 Uhr MEZ bereitet wurde. Überall erstrahlten bunte Lichter am Firmament und ohrenbetäubendes Geknalle war zu hören. Was mich allerdings erstaunt hat, meine lieben Luschen aus Stube 69, sind die ganzen Zivilisten die in die Handlungen eingebunden waren. Ohne jegliche Ausbildung an irgendwelchen Geschützen erfahren zu haben, haben diese sogar die meisten der Knallkörper gezündet.  Ganze Batterien wurden abgefeuert. Auch habe ich mich gewundert, wieso es keine Raketenabwehr gab. Aber sei es drum, ich wünsche ihnen und besonders ihrem Stuffz Christian ein „Glückliches 2014“.

 

Ihre Mutter der Kompanie

 

 

 

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Email an Stube 69

Lieber Stuffz Christian,

heute Nacht erreichte mich eine eilige Anfrage wegen des traditionellen Neujahrsumtrunkes. Darin beschreiben sie mir Trinkgewohnheiten ihrer Kameraden und stellen gleichzeitig die Frage:„Welchen Neujahrsschnaps man dieses Jahr ausschenken darf.“ Zunächst einmal möchte ich ihnen mitteilen, ich bevorzuge Champagner, jedoch halte ich diesen als Neiujahrsumtrunk für die Truppe nicht geeignet. Die Kosten würden unser Budget für 2014 gleich zum Jahresbeginn enorm in die Höhe treiben und das traditionelle Ostereierschießen wäre somit bereits gefährdet. Meine Freundin Angela schlug vor, ihnen ein Eierlikörchen zu kredenzen. Allerdings gab es dagegen sofort Proteste aus den Reihen der Femen, diese fanden es diskriminierend den weiblichen Rekruten in ihrer Truppe, so etwas anzubieten. Nach reiflicher Überlegung schlage ich ihnen nun einen Wachholderschnaps vor. Liegt doch in seinem Namen das Wort, Wache oder gar Wach halten, verborgen. Zumindest könnte man es so interpretieren und dagegen dürfte niemand etwas einzuwenden haben, erwartet man doch von ihrer Einheit eine gewisse Ausgeschlafenheit. Zukünftig werden wir das Problem anders lösen und nach einem geistigen Getränk Ausschau halten, welches sowohl weiblichen als auch männlichen Neujahrsumtrunkgelüsten gerecht wird.

In diesem Sinne

Prösterchen

Ihre Mutter der Kompanie

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Email an Stube 69

Liebe Soldatinnen,

heute möchte ich mich einmal gezielt an die weiblichen Mitglieder der Stube 69 wenden. Mir sind einige Beschwerden ihrer männlichen Kameraden zu Ohren gekommen. Oder sollte ich es besser Befürchtungen nennen?
Jedenfalls haben einige ihrer Kameraden den Gebrauch von Tampons und Monatsbinden in der Farbe weiß angeprangert. Weiß wäre ein Zeichen des Aufgebens, des Friedens oder besser gesagt „Die weiße Fahne schwenken!“. Es wurden Befürchtungen geäussert, die einen Binden oder Tamponwechsel im Schützengraben zu einem doch sehr irritierendem „etwas“ werden lassen könnten. Ich werde also noch heute einen Auftrag an die Herstellerfirma dieser Teile veranlassen,damit diese zukünftig ihre Monatshygieneartikel in den geeigneten Tarnfarben herstellen.

Weiterhin wurde seitens der Kameraden von Diskriminierungen ihrerseits gesprochen, denn beim Stube putzen würden sie als Frauen ganz klar einen Vorteil haben. Aufgewachsen mit Scheuertuch und Besen ist ihre Generation ja nun nicht mehr, jedoch scheinen einige von ihnen von Hause aus,noch hausfrauliche Qualitäten mitzubringen. Um die Moral der Truppe diesbezüglich zu stärken, ist es ihnen mit sofortiger Wirkung untersagt „Stubenfegedienste“ zu leisten und diese ihren männlichen Kameraden zu belassen.

Des weiteren möchte ich ihnen mitteilen, „Intimrasuren“ sind im Winter verboten! Dies aus Grunde der Frostschutzpräventation für die Truppe. Erst bei Temperaturen ab 20 C können sie diese Rasuren wieder aufnehmen.

Mädels ich hab euch lieb

Eure Mutter der Kompanie

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Email an das Verteidigungsministerium

Werte Chefin,

mit Besorgnis haben wir den Focus gelesen. Sie suchen einen Ort um ihre Bettstatt zu errichten, damit sie mitten zwischen ihren Untergebenen sind. Löblich,löblich Chefin. Der Vorschlag eine Stube in der Julius-Leber Kaserne zu beziehen und sich mit dem Generalinspektor möglicherweise während des abendlichen Brustschwimmens im hauseigenen Pool über die Bundeswehr und ihre Belange auszutauschen, finden wir grenzwertig. Wäre es doch viel schöner, ihnen eines unserer Betten anzubieten. Wir sind hier immerhin eine Truppe des einfachen Volkes. Bei uns können sie noch etwas lernen über Kameradschaft und Zusammenhalt. Wie das mit den Seilschaften funktioniert dürfte ihnen mittlerweile geläufig sein und darum hoffen wir auf ihre Volksverbundenheit. Ihre Aussage „Antreten und Augen zu“, die sie laut Focus getätigt haben, sollten sie im Morgenmantel durch die Kaserne streifen, ist bei unserer Truppe eine Selbstverständlichkeit. Wir sind sozusagen wie die 3 Affen.

Mit freundlichem und hochachtendem Gruß

Ihre Stube 69

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