Demonstration auf dem Rudolfplatz

Eine merkwürdige Versammlung gab es heute auf dem Rudolfplatz zu sehen.  Dort hatten sich einige Nahrungsmittel getroffen, die über Nacht aus Mülleimern und Müllcontainern geklettert waren. Wild entschlossen folgten sie ihrem Sprecher, dem Wirsingkohl.

Mit dieser nicht angekündigten Demonstration machten die Outlaws auf die Missstände des Konsumverhaltens aufmerksam und hielten der Wegwerfgesellschaft einen Spiegel vor. Unterstützt wurden sie dabei von Kunststudenten der Kölner Uni und foodsharing.  So zeigten Kohl & Co. deutlich „Flagge“ und hielten ihre Demoschilder in die Höhe.

Ob es den Passanten gelungen ist, sich mit den dort auf dem Pflaster liegenden Kartoffeln, Zitronen, Radieschen  oder Broten auseinanderzusetzen? Zumindest auf Facebook wurde es im NETTwerk Köln heiß diskutiert.

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(@Fotos: mit freundlicher Genehmigung der  Kölner Kunststudentin Ilse Bilse im Rahmen eines Urban Intervention Projekts)

Manch einem wurde erst so langsam bewusst, wieviel sinnlos weggeworfen wird , mit dem man  noch andere satt machen könnte.

Jedenfalls machte es den Kunststudenten, die hinter dieser Aktion standen, viel Freude und so hatten sie sich dem Gemüse über Nacht, komplizenhaft als Fluchthelfer zur Verfügung gestellt. So manch einer dieser Lebensmittel wurde dann auch von Passanten gerettet und dürfte nun statt zu verrotten, doch noch gegessen werden.

Stillschweigend lagen sie einfach nur da und ließen sich anstarren. Gegen Mittag endete dann die friedlich verlaufene Demo der Lebensmittel und es wurde auch kein Polizeieinsatz notwendig.

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Ein Kommentar zu “Demonstration auf dem Rudolfplatz

  1. Pingback: Demonstration auf dem Rudolfplatz | @Kölsche Rundfrau (Autor: Elisabeth van Langen)

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