Vom Kämpfen und vom Schreiben

Allen Schreibern gemeinsam ist sicher eines, sie müssen es tun. Es kommt über einen wie eine Sucht, wenn erst einmal die ersten Buchstaben zu Papier gebracht sind. Dies hat wohl auch Carla Berling erfahren dürfen, als sie ihre authentische Geschichte „Vom Kämpfen und vom Schreiben“ in Buchform verpackte und uns „normalen Sterblichen“ daran teilhaben ließ.

Zur Autorin selbst sei zu sagen: Eine charmante Frau mit unverwechselbarer Stimme, ungekünzelt und volksnah wie ihre Bücher. Sie lebt,liebt und arbeitet in Köln. Wenn sie nicht schreibt, kümmert sie sich liebevoll um ihre Familie.

Eigentlich sind Carlas Bücher für Jedermann leicht verständlich und zumeist amüsant. Dieses hier könnte man dennoch als Lehrbuch bezeichnen, ein Lehrbuch für Frischlinge sozusagen. Gerade Jungautoren sollten sich einige der teils anektodischen Geschichten Carlas zu Herzen nehmen.

So schildert sie recht ungeschönt ihren Weg aus dem „Nichts“ in die Welt der Schreiberlinge. Nun gibt es Zungen die regen sich über den Ausdruck auf, aber seien wir ehrlich, was sind wir denn zu Beginn unserer Laufbahn? Kleine und unbekannte Nobodys mit Träumen und oftmals kreativen Ideen, die dann womöglich noch von Dritten kopiert und geklaut werden.

Wichtig ist, man gibt nicht auf, bleibt zäh und beharrlich.

So wie Carla, die sich durch diesen Dschungel gekämpft hat und 17 Jahre später die ersten Früchte tragen durfte. So wird in „Vom Kämpfen und vom Schreiben“ schonungslos und ehrlich mit so manchem Mythos aufgeräumt. Der Weg ist das Ziel, wird Carla wohl stets gedacht haben und so ließ sie sich nicht entmutigen und vom Weg abbringen.

Rückschläge, Fehlentscheidungen, Fehleinschätzungen, Tränen und Schweiß pflasterten diesen, ihren Weg und machten sie zu dem was sie heute ist. Mit viel Humor und Engagement berichtet sie über ihre erste alte Schreibmaschine und deren Tücken. Über Nöte, Sorgen und Ängste einer bewundernswerten und kühnen Frau, die sich dennoch wagemutig in die Welt der Schriftstellerei begeben hat. Carla Berling schreibt in einer kurzweiligen Sprache und übermittelt dennoch eine Botschaft. Egal was kommt und andere sagen, nicht entmutigen lassen. Aber sie warnt auch vor Dummheiten und den Fallstricken die am Wegesrand liegen. Der Weg nach oben ist sehr steil und gespickt mit zahlreichen kleinen Schritten. So ist ein „erscheinen“in einer Anthologie ein erster kleiner Erfolg, der den Autor freut und stolz macht, ist aber noch lange nicht der Durchbruch.
Trotz alledem, sie hat es geschafft. Ihre eigene, stets wachsende Fangemeinde geben ihr Recht.
Ich gestehe, ich gehöre auch dazu und zwar sehr gerne. Wer diese Frau kennenlernt, der ist über soviel Menschlichkeit überrascht. Keine Allüren, vielleicht Marotten…..

Da kann man nur noch sagen „Danke Frau Berling!“Bild

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