Gretchens Puppe

Wieder einmal habe ich ein „Aussenseiter“ Buch gelesen. Fernab des Mainstreams und in einfacher Sprache gehalten ist „Gretchens Puppe“ ein weiteres Werk der Wiener Autorin Roswitha Sild.
Uschi, so der Name der Puppe wandert durch verschiedene Kinderhände und sorgt schlussendlich für eine Art Familienbande. Uschi ist Lappenpuppe oder Stoffpuppe, wie es sie zu Kriegszeiten für so manches Kind gegeben haben mag. Eigentlich gehört sie Gretchen, doch durch die Kriegswirren wird sie auf einem Bahnsteig verloren. Dort findet sie schnell ein neues Heim und spendet Trost, in durchweinten Nächten. Auch Oskar ein kleiner Junge, wird Besitzer von Uschi und vertraut ihr seine Nöte an. Liebevoll genäht wurde sie aus Stoffresten, hier in Roswitha Silds Werk von Tante Martha. Martha von der es am Ende des Buches heißt, sie wurde zweiundneunzig Jahre alt, gelebt habe sie davon nur sechs Jahre.

Die Erzählung ist von vielen Schicksalen durchwoben und führt Menschen zusammen, die sich alle irgendwie treffen und ihre Schicksale miteinander verbinden Der Schlüssel zu ihnen allen ist Gretchens Puppe.

Beim lesen fällt mir auf, das die Autorin auch in diesem Werk die Frage nach Wiedergeburt oder Seelenwanderung aufnimmt. Müssen sich manche Menschen begegegnen? Wir wissen es nicht…. Auch Gretchens Puppe wird diese Frage nicht beantworten können, doch ist Roswitha Sild eine weitere Erzählung gut gelungen.

Beitrag ändern
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s